Gestalttherapie heute

Die dialogische Gestalttherapie ist ein Angebot für Menschen, die mit ihren Themen, mit denen sie oft allein gelassen sind und an denen sie arbeiten wollen, nach einer Unterstützung und Begleitung suchen. Auch wenn diese Themen klar benannt werden können und hierfür viele Erklärungen oder Vermutungen bereitliegen, ist ein Punkt erreicht, der eine Überwindung und ein Weiterkommen oft nicht möglich macht. Die Gestalttherapie will genau diesen Punkt, in diesem Zusammenhang „offene Gestalt“ genannt, spürbar, bewusst und integrierbar machen.

Sie bietet den Klienten an, selbst bei sich zu forschen. Dabei steht das eigene Erleben im „Hier und Jetzt“, im gegenwärtigen Moment, im Vordergrund. Was ist, darf sein. Jegliche Empfindungen, Gefühle, Gedanken oder Phantasien finden einen geschützten und vertrauensvollen Raum, ausgesprochen und  näher angeschaut zu werden.

Neben dem, „was“ erzählt wird und was gerade für sie in den Vordergrund kommt, werden die Klienten eingeladen, darauf zu achten, „wie“ sie es erzählen. Wie sitze ich gerade? Kerzengerade oder entspannt? Wie atme ich gerade? Bis tief in den Bauch oder bis in den Brustkorb? Wie ist mein Blick? Umherschweifend oder starr?  Sie entdecken, oft zum ersten Mal, dass ihre körperlichen Reaktionen im direkten Einklang mit ihren seelischen Prozessen stehen und entwickeln im Laufe der Zeit ein zutiefst körperlich spürbares Bewusstsein, welches den Mangel in ihrem seelischen Prozess noch deutlicher werden lässt. An diesem Punkt angelangt, entsteht das Bedürfnis nach Veränderung.

Wie diese Veränderungen aussehen können, probieren die Klienten in kleinen „Experimenten“ für sich selbst aus, bis sie für sich einen Weg gefunden haben, auf dem sie in sicheren und (selbst-)bewussten Schritten weitergehen können.

Ich unterstütze meine Klienten in ihrem Entdeckungs- und Wachstumsprozess. Ich stelle dabei meine Wahrnehmungen und mein inneres Erleben zur Verfügung und lade sie ein, in ihrem eigenen Rhythmus ihr Erleben mit mir zu entdecken und zu teilen. Mit meiner Präsenz, meiner Achtsamkeit und meiner würdigenden Haltung schaffe ich einen Raum, der Begegnung, Öffnung und Kontakt ermöglicht. Ich halte keine Patentrezepte, gut gemeinten Ratschläge oder erlernte Techniken bereit. Ich arbeite stattdessen phänomenologisch und setze dabei meine wahrnehmungsfördernden Interventionen situativ und fein abgestimmt ein.

Fritz Perls sagte einmal: „Gestalt arbeitet nicht durch das Anstreben eines Ziels. Gestalt arbeitet durch das Finden und Kennenlernen des Weges dorthin“ 

Auf diesem Weg begleite ich meine Klientinnen und Klienten.